VIA und weltwärts

weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Als ein Lerndienst, richtet er sich an junge Menschen von 18-28 Jahren. Im Unterschied zu einem Fachdienst setzt er kein Fachwissen in den Einsatzbereichen voraus.

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VIA e.V. ist seit 2008 Entsendeorganisation im weltwärts-Programm des BMZ. Wir entsenden jährlich ca. 200 Freiwillige in viele Länder der Welt.

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VIA WeltwaertsLänder in die wir Freiwilligendienste vermitteln:


Lateinamerika

Bolivien, Kolumbien, Brasilien, Mexiko, Chile, Nicaragua, Dominikanische Republik, Peru,
Ecuador, Uruguay

Afrika

Ghana, Südafrika, Guinea, Tansania, Kenia, Togo, Lesotho, Uganda, Mosambik

Asien

China, Mongolei, Indien,  Nepal, Kirgistan, Philippinen

Weitere Länder können hinzukommen.



Wo wird man eingesetzt?

Wir arbeiten in den genannten Ländern mit verschiedenen Organisationen im sozialen Bereich zusammen. Einsatzgebiete beim Freiwilligendienst können sein:
- Betreuen und Unterrichten von Straßenkindern
- Arbeit in einem Kinderheim
- Arbeit mit körperlich Gehandicapten
- Arbeit mit geistig Gehandicapten
- Arbeit in Entwicklungsprojekten
usw.
Wer einen Freiwilligendienst leisten möchte, sollte grundsätzlich bereit sein, in verschiedenen Bereichen
eingesetzt zu werden. Deshalb verschicken wir vor der Vermittlung keine konkreten Informationen
zu den Projekten.
Es gibt eine Wahlmöglichkeit für das Land und den Zeitraum des Einsatzes.
Im Folgenden beschreiben wir Einsatzmöglichkeiten und Tätigkeiten. Diese Liste ist nicht vollständig,
sondern soll einen ersten Eindruck vermitteln.

Was tut man als Freiwillige/r?

Kurz gesagt: Man hilft anderen Menschen, ohne ein Gehalt dafür zu bekommen. Freiwillige übernehmen
Verantwortung und unterstützen Menschen aller Altersstufen sowie aus allen gesellschaftlichen
Schichten. Als Freiwillige/r kann man seine Fähigkeiten ausprobieren und neue entwickeln,
sich selber in meist unbekannten Situationen testen und dazu beitragen, Dinge zu ändern. Dabei
sind die Ideen und Erfahrungen der Freiwilligen ebenso wertvoll für ein Projekt wie die Zeit und
Hilfe, die man zur Verfügung stellt.

Die Projekte

Im Folgenden sind einige typische Beispiele von Freiwilligendiensten aufgeführt:

Mit Straßenkindern arbeiten
Viele Projekte arbeiten mit Kindern, die auf der Straße leben, und versuchen, ihnen Betreuung und
schulische Förderung zukommen zu lassen. So kann die Arbeit darin bestehen, mit Kindern auf
der Straße über spielerische Aktivitäten Kontakt aufzunehmen, oder darin, in einem Zentrum mitzuarbeiten
und bei der Durchführung von Freizeitaktivitäten oder in der Hausaufgabenbetreuung
mitzuhelfen. Manche Projekte unterhalten Bildungseinrichtungen für Straßenkinder. Dort können
Freiwillige mit den Kindern einer Klasse oder mit kleinen Gruppen arbeiten, um die Lehrer/innen zu
entlasten und die Kinder in ihrem Lernprozess zu unterstützen.

Arbeit in einem Kinderheim
Es gibt zahlreiche Projekte, die Heime haben, in denen Kinder leben können. Hier besteht die Aufgabe
zum einen darin, bei alltäglichen Arbeiten wie Kochen, Einkaufen etc. zu helfen, zum anderen,
die Kinder bei den Hausaufgaben zu unterstützen, mit ihnen zu spielen usw.

Arbeit in Einrichtungen für Menschen mit Handicaps
In einer Schule für gehandicapte Kinder oder in Projekten für Erwachsene könnte man in kleineren
Gruppen arbeiten, um alltägliche Routine zu erleichtern (Essen, Bekleidung anlegen, Hygiene),
mehr persönliche Ansprache zu ermöglichen, Bewegungsfreiheit zu schaffen, Freizeit zu gestalten
und Beschäftigung zu fördern.

Arbeit in Entwicklungsprojekten
Diese sind besonders im ländlichen Raum angesiedelt. Sie bieten medizinische Beratung, fördern
Gemeindewesen, verbessern landwirtschaftliche Produktion, entwickeln Konzepte der Einkommensverbesserung
und moderieren Selbsthilfegruppen.

Resümee

Es ist wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass kein Projekt besser oder schlechter als ein anderes
ist. Gehe davon aus, dass wir Dir einen Platz anbieten, an dem Du zu dem Zeitpunkt am meisten
gebraucht wirst. Es ist wichtig, sich auf Teamarbeit einzustellen, denn man ist als Freiwillige/r an
der Arbeit von hauptamtlichen MitarbeiterInnen wie SozialpädagogInnen, LehrerInnen und medizinischem
oder pflegendem Personal beteiligt. Viele Organisationen nehmen auch zwei oder mehr
Freiwillige gleichzeitig auf.

Arbeitszeiten

Der Freiwilligendienst dauert 12 Monate.

Freiwillige arbeiten normalerweise 40 Stunden pro Woche, aber Deine Arbeitsstunden hängen von
der Art des Projektes ab. In einer Tagesstätte würdest Du z. B. von 9.00 bis 17.00 Uhr arbeiten.
Stell Dich darauf ein, flexibel bei der Arbeitszeit zu sein, je nachdem, was Dein Projekt erwartet. In
seltenen Fällen ist auch Nachtbetreuung möglich.

Freizeit

Es ist möglich, dass Du in Schichten arbeitest, worin auch Wochenenden und Abende eingeschlossen
wären. Dies ist abhängig von dem Projekttyp. Schichtarbeit gibt es z. B. in Projekten, die
24-Stunden-Betreuung stellen. Alle Freiwilligen sollten wenigstens einen freien Tag pro Woche
haben, vorzugsweise zwei.

Urlaub

Dieser ist in den Aufnahmeländern unterschiedlich geregelt. Informationen darüber erhältst Du
während der Vermittlung von uns oder direkt vom Projekt.

Finanzierung

Wir beantragen Fördermittel aus dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienstprogramm „weltwärts“
des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Diese decken einen
Großteil der Kosten ab inkl. denen für die Reise, für Versicherung, z. T. für Unterkunft sowie Verpflegung
und pädagogisches Begleitprogramm (Vorbereitungs-, Zwischen-, Rückkehrseminar)
Als Beitrag zur Finanzierung bitten wir Dich, Spender/innen zu finden, die 150 € pro Monat aufbringen.
Das können Personen außerhalb Deiner Familie oder aus Deiner Familie sein. Du kannst
ihnen in Aussicht stellen, dass sie am Ende des Kalenderjahres von uns eine Spendenquittung
erhalten, die steuerbegünstigend wirkt, weil wir eine gemeinnützige Organisation sind.
Unterbringung

Da es viele verschiedene Projektformen gibt, hängt die Unterbringung vom Projekt ab. Es kann
sein, dass Du in einem Zimmer beim Projektträger wohnst, wenn es eine Wohneinrichtung ist, in
einer Wohnung mit anderen Freiwilligen oder in einem Zimmer bei jemandem zu Hause. Wenn das
Projekt keine Unterkunft stellen kann, hilft es bei der Suche einer Gastfamilie, eines Zimmers oder
einer Wohnung.

Verpflegung

Wie bei der Unterbringung sind die Regelungen auch bei der Verpflegung unterschiedlich. Wenn
das Projekt für die Verpflegung aufkommt, bekommst Du in der Regel alle Mahlzeiten dort, an freien
Tagen eventuell Essensgeld. Es kann auch sein, dass Du Dich teilweise oder ganz selbst verpflegst
oder in einem Haushalt einen Teil der Mahlzeiten erhältst.

Taschengeld

Üblicherweise beträgt es 100 € pro Monat.

Sprachkenntnisse

In der Regel sind für die meisten genannten Länder Schulkenntnisse in Englisch, Französisch oder
Spanisch ausreichend. Generell sind Voraussetzung für die Teilnahme gute Grundkenntnisse einer
im Gastland gesprochenen Sprache.
Für Lateinamerika wird ein Grundkurs Spanisch, der bis in die Sekundarstufe II reichte oder ein
mehrmonatiger Aufenthalt im spanischsprachigen Ausland vorausgesetzt.

Was geschieht, nachdem man sich beworben hat?

Wir führen mit allen Bewerber/innen ein Gespräch, um sie kennen zu lernen und Fragen zu beantworten.
In diesem Gespräch geben wir Informationen über die Art der Projekte, in denen Freiwillige
arbeiten. Je mehr wir über Dich als Bewerber/in wissen und je flexibler Du bist, umso leichter wird
es sein, einen passenden Platz zu finden.

Wir versuchen, die Freiwilligen dorthin zu vermitteln, wo ihre Hilfe am meisten gebraucht wird und
wohin die Kenntnisse und Interessen des/der Bewerber/in am besten passen.
Sobald wir einen Platz gefunden haben, senden wir Dir weitere Informationen, einschließlich einer
Übersicht über Deine Aufgaben und Pflichten als Freiwillige/r. Wir werden Dir auch Kontakt zu den
Mitarbeitern dort verschaffen.

Anmeldung

Zur Anmeldung fülle das Anmeldeformular aus und lege zwei Passfotos bei. Schreibe bitte
Deinen Namen auf die Rückseite der Fotos. Schicke uns auch einen Brief, in dem Du Dich vorstellst
und kurz erklärst, warum Du Dich zu diesem Programm anmeldest. Weitere Unterlagen
werden wir anschließend von Dir anfordern, weil die Zusammenstellung je nach gewünschtem
Land und von Einrichtung zu Einrichtung verschieden ist. In einigen Fällen werden wir zwei Referenzen
erbitten. Dafür kannst Du Fachlehrer/innen und Tutor/innen oder andere Personen, die
Dich länger kennen, ansprechen. Wir schicken Dir nach der Anmeldung Vordrucke zu. Anmeldungen
sollten spätestens zu dem Termin bei uns eingehen, der auf dem Anmeldeformular
angegeben ist.

Für Auslandsvermittlung als Zivildienstersatz bitte gesonderte Broschüre

über unsere Website anfordern www.via-ev.org.