Die philippinische Arche, oder Arko ng Pilipinas, bietet seit über 20 Jahren ein Zuhause für sowohl geistig und körperlich behinderte Menschen, als auch deren Betreuer. Zusätzlich zu den zwei Wohnhäusern mit insgesamt 14-15 Bewohnern gehören auch noch ein Tageszentrum mit einer kleinen Schule, sowie ein Nachmittagsprogramm, indem Karten, Armbänder oder sogar Brot und Kuchen hergestellt werden, zu der Community.
Die Arko ng Pilipinas gehört zu der internationalen französischen L’Arche Organisation, mit ihrem Gründer und Vater Jean Vanier. L’Arche Gemeinschaften gibt es in vielen verschiedenen Ländern dieser Welt und obwohl die Ursprünge christlich sind, ist z.B. eine der indischen Communities multi-religiös. Abend- und Morgengebet gehören zum Alltag dazu und machen einen wichtigen Teil des Zusammenlebens aus.
Die meisten Betreuer sind Langzeitfreiwillige, aber auch Besucher oder Freiwillige, die nur an bestimmten Wochentagen vor Ort sind, werden von den Kernmitgliedern freudig und sehr herzlich empfangen und in der Gemeinschaft aufgenommen. Genau diese Erfahrung durfte auch ich machen, als ich im September 2008 für ein Jahr auf die Philippinen flog. Das erste Halbe Jahr verbrachte ich im kleineren der beiden Häuser und sorgte vor allem für John Paul, der auf dem Foto im KaLänder zu sehen ist. JP wie er gerne genannt wird, ist größtenteils selbstständig, braucht aber doch Unterstützung und Aufsicht, vor allem wegen seiner epileptischen Anfälle.
Im “Biyaya”-Haus, was auf deutsch “Segen” heißt, wohnte ich die zweite Hälfte des Jahres. Der Arbeitsalltag ist intensiver, da hier Raymond und Jordan leben, die zwei non-verbalen Mitglieder der Community. Als Jordan vor (ungefähr) 28 Jahren auf die Welt kam, prognostizierten ihm die Ärzte kein Jahr zu leben. Wie gesagt, jetzt ist er 28 und eines der ersten und ältesten Mitglieder der Gemeinschaft. Er wird dreimal am Tag gefüttert, morgens geduscht und erhält täglich zwei Physiotherapien, um seine Muskeln und Gelenke, die er selbst nicht kontrollieren kann, regelmäßig zu bewegen.
Obwohl die vielen Betreuer eine sehr intensive Beschäftigung mit den Kernmitgliedern ermöglichen, ist die Community jeden Monat neu auf private Spenden angewiesen, um so den 7 Betreuten das Leben zu gewährleisten, dass sie verdienen!
Für L’Arche International siehe auch: http://www.larche.org/








